Wer an einen Hackerangriff denkt, stellt sich meist eine gezielte Aktion vor: Jemand sucht sich ein Opfer aus, recherchiert und schlägt zu. So läuft es bei Konzernen und Prominenten. Bei allen anderen läuft es völlig anders.
Angriffe auf Privatpersonen funktionieren wie Fischen mit dem Schleppnetz. Automatisierte Systeme verschicken Millionen von E-Mails, probieren gestohlene Passwörter bei Tausenden von Diensten durch und scannen das Internet nach Geräten mit bekannten Sicherheitslücken. Die Kosten pro Versuch liegen nahe null. Es lohnt sich also selbst dann, wenn nur einer von zehntausend Versuchen Erfolg hat.
Für Sie folgt daraus etwas Beruhigendes und etwas Unbequemes zugleich. Beruhigend: Sie müssen sich nicht gegen einen entschlossenen Spezialisten verteidigen, der es persönlich auf Sie abgesehen hat. Unbequem: Sie sind trotzdem laufend Ziel, einfach weil Sie existieren und online sind.
